Wenn Sie eine Familie gründen möchten, erscheint jede Entscheidung bedeutsam – insbesondere, wenn es um Ihre Gesundheit geht. Häufige Unsicherheiten bestehen darin, zu verstehen, welche Medikamente unbedenklich sind und welche vermieden werden sollten. Dieser wichtige Schritt ist ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung auf eine gesunde Schwangerschaft. Unsere Ultimative Checkliste zur Schwangerschaftsplanung für eine gesunde Schwangerschaft bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über alle notwendigen Schritte. In diesem Ratgeber konzentrieren wir uns speziell darauf, Ihnen verschreibungspflichtige Medikamente, rezeptfreie Präparate und Nahrungsergänzungsmittel verständlich zu machen, damit Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin fundierte Entscheidungen treffen können.
Warum eine Medikamentenüberprüfung vor der Empfängnis so wichtig ist
Bevor Sie versuchen, schwanger zu werden, ist es unerlässlich, alle Ihre aktuellen Medikamente mit Ihrem Arzt zu besprechen. Dies umfasst verschreibungspflichtige Medikamente, rezeptfreie Arzneimittel und auch pflanzliche Präparate. Die ersten Schwangerschaftswochen sind eine kritische Phase für die Entwicklung des Fötus, oft noch bevor Sie selbst von Ihrer Schwangerschaft wissen. Eine Überprüfung Ihrer Medikamente vor der Empfängnis stellt sicher, dass Sie gegebenenfalls notwendige Anpassungen an Ihrem Behandlungsplan sicher und kontrolliert vornehmen können und so Ihre Gesundheit und die Ihres ungeborenen Kindes schützen.
Setzen Sie verschriebene Medikamente niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Das Risiko einer unbehandelten chronischen Erkrankung kann oft größer sein als das Risiko, das vom Medikament selbst ausgeht. Ziel ist es, den sichersten Behandlungsplan für Sie zu finden.
Medikamente, die bei Kinderwunsch neu bewertet werden sollten
Bestimmte Medikamente stehen im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Geburtsfehler oder Komplikationen bei der Empfängnis und Schwangerschaft. Wenn Sie eines der folgenden Medikamente einnehmen, sollten Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen.
Häufige verschreibungspflichtige Medikamente, die Sie besprechen sollten
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Bestimmte Blutdruckmedikamente: ACE-Hemmer (wie Lisinopril) und Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) werden in der Regel während der Schwangerschaft nicht empfohlen.
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Isotretinoin (früher Accutane): Dieses starke Akne-Medikament ist dafür bekannt, schwere Geburtsfehler zu verursachen und muss rechtzeitig vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden.
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Bestimmte Antiepileptika: Einige Medikamente zur Behandlung von Krampfanfällen, wie Valproinsäure, bergen höhere Risiken. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihnen gegebenenfalls ein sichereres Alternativpräparat verschreiben.
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Warfarin: Dieses Antikoagulans kann Geburtsfehler verursachen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen wahrscheinlich ein anderes Blutverdünnungsmittel, wie z. B. Heparin, verschreiben.
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Einige Antibiotika: Tetracyclin und Doxycyclin sind Beispiele für Antibiotika, die generell vermieden werden sollten.
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Methotrexat: Dieses Medikament wird bei rheumatoider Arthritis und Psoriasis eingesetzt und sollte aufgrund des Risikos von Geburtsfehlern vor einer Schwangerschaft abgesetzt werden.
Rezeptfreie Medikamente (OTC) mit Vorsicht anwenden
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NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika): Die regelmäßige Einnahme von NSAR wie Ibuprofen (Advil, Motrin) und Naproxen (Aleve) um den Eisprung herum kann den Eisprung beeinträchtigen. Paracetamol ist oft eine sicherere Alternative zur Schmerzlinderung.
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Bestimmte abschwellende Mittel: Von einigen oralen abschwellenden Mitteln mit Pseudoephedrin oder Phenylephrin wird häufig abgeraten, insbesondere im ersten Trimester. Nasensprays mit Kochsalzlösung sind eine sicherere Alternative.
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Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel: Die Sicherheit der meisten pflanzlichen Präparate in der Schwangerschaft ist nicht ausreichend erforscht. Produkte wie Johanniskraut, Dong Quai und andere sollten nur nach ausdrücklicher ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.
Sichere rezeptfreie Medikamente und essentielle Nahrungsergänzungsmittel
Viele Medikamente erfordern zwar eine ärztliche Beratung, einige gelten jedoch im Allgemeinen als sicher in der Zeit vor der Empfängnis. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel sind nicht nur sicher, sondern sogar sehr empfehlenswert.
Generell sichere rezeptfreie Optionen
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Schmerzen und Fieber: Paracetamol (z. B. Tylenol) ist die empfohlene Wahl zur Linderung von Schmerzen und Fieber, sofern die richtige Dosierung eingehalten wird.
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Sodbrennen: Calciumcarbonat-Antazida (z. B. Tums, Rolaids) gelten in der Regel als sicher bei gelegentlichem Sodbrennen.
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Allergien: Obwohl Sie immer vorher einen Arzt konsultieren sollten, gelten einige Antihistaminika wie Loratadin (z. B. Claritin) und Cetirizin (z. B. Zyrtec) oft als risikoarm. Medizinische Nasensprays können ebenfalls eine gute Option sein.
Wichtige Nahrungsergänzungsmittel vor der Empfängnis
Die Einnahme von Folsäurepräparaten bevor Sie schwanger werden, ist eine der besten Maßnahmen, die Sie ergreifen können.
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Folsäure: Dies ist das wichtigste Nahrungsergänzungsmittel. Die tägliche Einnahme von mindestens 400 µg Folsäure vor und in der Frühschwangerschaft kann das Risiko von Neuralrohrdefekten, schwerwiegenden Fehlbildungen des Gehirns und der Wirbelsäule, deutlich reduzieren.
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Pränatale Vitamine: Ein gutes Präparat für Schwangere enthält Folsäure sowie weitere wichtige Nährstoffe wie Eisen (zur Vorbeugung von Anämie), Kalzium (für die Knochengesundheit) und Vitamin D. Ein frühzeitiger Beginn hilft, die Nährstoffreserven aufzubauen.
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Eisen und Vitamin D: Ihr Arzt/Ihre Ärztin kann Ihnen je nach Blutwerten und individuellem Bedarf zusätzliche Eisen- oder Vitamin-D-Präparate empfehlen.
Die goldene Regel: Konsultieren Sie immer Ihren Arzt.
Dieser Leitfaden dient als erste Informationsquelle, ersetzt aber keine professionelle medizinische Beratung. Ihre Krankengeschichte, bestehende Erkrankungen und individuellen Bedürfnisse sind einzigartig. Am sichersten und effektivsten ist es, einen Termin für ein Beratungsgespräch vor der Schwangerschaft mit Ihrem Arzt zu vereinbaren. Gemeinsam können Sie einen auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Plan entwickeln, der Ihre Gesundheit optimal schützt und gleichzeitig die sicherste Umgebung für Ihre zukünftige Schwangerschaft schafft.
Eine vorausschauende Planung Ihrer Medikamenten- und Nahrungsergänzungsmitteleinnahme ist ein wichtiger Schritt für eine gesunde Schwangerschaft. Indem Sie wissen, welche Substanzen Vorsicht erfordern und welche vorteilhaft sind, können Sie unnötige Risiken vermeiden. Am wichtigsten ist ein offenes Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, um Ihre aktuelle Therapie zu besprechen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Gesundheit optimal für die Empfängnis und die Zeit danach vorbereitet ist. Möchten Sie mehr über Ihre Familienplanung erfahren? Entdecken Sie unsere umfassende Checkliste für eine gesunde Schwangerschaft – die „Ultimative Checkliste für die Familienplanung“ – mit vielen wichtigen Informationen und praktischen Tipps.
